Aktivitäten
  
 
  

Am 4. Juli 2008 fand anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins eine gut besuchte Fachtagung mit dem Titel "Aus aller Frauen Länder" in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt statt.

Im ersten Podiumsgespräch "Von der Zuzugssperre zum Zuwanderungsgesetz" stand die aktuelle Ausländergesetzgebung im Mittelpunkt. Teilnehmerinnen waren Nele Allenberg (Büro des Bevollmächtigten des Rates der EKD), Sonka Gerdes (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Sybille Röseler (Arbeitsstab der Beauftragten der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration) sowie der Beauftragte für Migration und Integration der Landeskirche, Hanns Thomä.


Vorsitzende Barbara Faccani            
Foto: Dieter Windisch

Thematisiert wurden auch die beiden bisherigen Integrationsgipfel und der im Juli 2007 veröffentlichte Integrationsplan. In der Arbeitsgruppe "Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern, Gleichberechtigung verwirklichen" ging es vor allem um die Integration durch Recht und Partizipation wie auch um Zwangsverheiratung und häusliche Gewalt. Als vorbildlich wurde die Onlineberatung des Papatya genannt – beratung@papatya.org genannt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, der von Prof. Barbara John moderiert wurde, berichteten Vertreterinnen der uns verbundenen Projekte aus ihrer Arbeit und den Einfluss der Ausländergesetzgebung: Frau Bayam (Papatya), Sabine Dunckel (Hinbun), Aliye Er (Ugrak), Pigi Mourmouri (To Spiti) und Petra Reich (Trödel-Tee-Stube). Alle konnten auf langjährige Erfahrungen zurück blicken, da die Einrichtungen seit 22 bis 28 Jahren bestehen.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Musik von Anastasia Iliopoulou am Flügel. Bei Saft, Wein und Brezeln klang die Veranstalung mit vielen Gesprächen aus. Den Teilnehmenden vermittelte sie die Gewissheit, dass unsere Arbeit damals, heute wie auch in Zukunft gebraucht wurde und wird.
   

Festakt zum Verfassungstag 2007 am 23. Mai 

Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und die Bundesministerin der Justiz, Brigitte Zypries, haben heute in Berlin die "Botschafter der Toleranz" ausgezeichnet. Preisträger sind Initiativen und Einzelpersonen, die sich ideenreich und engagiert für Demokratie und ein tolerantes Miteinander einsetzen. Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt" verleiht diese Auszeichnung jährlich und lädt rund um den Verfassungstag mehr als 400 engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland zu einem mehrtägigen Jugendkongress ein, der dieses Jahr unter dem Motto "Europa gestalten – demokratisch und tolerant" steht. Eine der Preisträgerinnen ist Frau Barbara Faccani.

Barbara Faccani: Eine Vita Activa für MigrantInnen

Barbara Faccani kämpft seit über 30 Jahren für die Verbesserung der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von MigrantInnen und Flüchtlingen und engagiert sich zudem auch in Einzelfällen für deren Belange. 1971 verfasste sie den ersten Bericht über die damals noch als "Gastarbeiter" bezeichneten, in Deutschland lebenden MigrantInnen für den Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt. Daraufhin wurde sie in den Kirchenleitungsausschuss für Ausländerarbeit berufen. 

Barbara Faccanis Engagement geht jedoch weit über ihre Tätigkeit im Rahmen der evangelischen Kirche hinaus – so initiierte sie in Berlin 1975 den "Tag der ausländischen Mitbürger" und gründete den ökumenischen Vorbereitungsausschuss für die "Woche der ausländischen Mitbürger – Interkulturelle Woche"; sie ist dort bis heute aktiv. Darüber hinaus setzt sie sich in zahlreichen anderen Gremien dafür ein, MigrantInnen ein besseres Leben zu ermöglichen und ihre Rechte zu stärken. Sie gründete die Vereine "Hilfe für ausländische Frauen und Kinder" e.V. und den Türkisch-Deutschen Frauenverein. Die Projektmittel mobilisierte sie in eigens initiierten Kunstauktionen, durch politische Lobbyarbeit sicherte sie den Erfolg der Projekte. Bei Vertretern der Wirtschaft warb Barbara Faccani für mehr Problembewusstsein für die Belange von MigrantInnen und erhielt finanzielle Unterstützung für verschiedene Projekte.

Als stellvertretende evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit setzt sich Barbara Faccani gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein.


Der Verein bemüht sich auch auf kulturellem Gebiet um gegenseitiges Verständnis. 

So zeigte er gemeinsam mit dem Türkisch-Deutschen Frauenverein in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Neukölln und mit finanzieller Unterstützung der Ausländerbeauftragten die Ausstellung "Dein Lächeln soll zu Perlen werden" - Kopftücher und Glasperlenspitzen aus der Türkei.

Im Herbst 2000 haben wir die Ausstellung "Empathie" des Kulturamtes Neukölln unterstützt, die Bilder von Malerinnen aus Israel. Palästina, Japan und Deutschland zeigte.  

1988 und 2001 veranstaltete der Verein Ausstellungen mit Werken muslimischer religiöser Malerei und christlicher Buchkunst von Ilona Klautke, Hannover.

 

Zu seinem 20. Geburtstag erhielt der Verein ein besonderes Geburtstagsgeschenk:
Kunstobjekte, die in Workshops der Projekte entstanden sind. Die Frauen und Mädchen haben sich gemeinsam mit Künstlerinnen "Auf der Suche nach Heimat" begeben. Dazu wurden Fotos von Nelly Rau-Häring gezeigt und eine Dokumentation veröffentlicht.
   

Die Ausstellung wurde vom 19.September bis 9.November 2003 in der Galerie im Saalbau des Kulturamtes Neukölln (Karl-Marx-Straße 141) und vom 19. November bis Jahresende im Max Dellbrück Centrum Berlin Buch gezeigt.

  

Das Projekt "Auf der Suche nach Heimat" wurde mit einem der zwölf Ersten Preise (von 360 Einsendungen) des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2003" des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Heimat und Migration" der VHS Spandau und der Frauenbeauftragten wurde die Ausstellung vom 8. Februar bis 11. März 2005 im Rathaus Spandau gezeigt.

Vom 19. März bis 13. Mai 2005 war die Ausstellung im Gut Geisendorf, dem Kulturzentrum der Lausitzer Braunkohle, zu sehen.

 

Wir danken für die Unterstützung der Ausstellung unter anderem 
der Jugend und Familienstiftung des Landes Berlin  
dem Diakonischen Werk Berlin   

der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg  

    

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